Apocalypse na ja

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 33/04 vom 11.08.2004

ÖKOHYSTERIE Die Umweltschutzorganisation Global 2000 ruft falschen Pestizidalarm aus, renommierte Wissenschaftler werfen Greenpeace Panikmache vor. Wie hysterisch sind Umweltschützer? Und wie schlecht geht es der Natur tatsächlich? 

Über allen Wipfeln ist Gift", schrieb der Stern 1981. "Österreichs Wald fiebert", warnte der damalige niederösterreichische ÖVP-Landesrat Franz Blochberger. Anfang der Achtzigerjahre gaben Umweltschützer dem menschlichen und tierischen Leben auf der Erde kaum mehr als einige Jahrzehnte.

  Heute, rund dreißig Jahre nach dem ersten Aufschrei der Ökologiebewegung, ist immer noch nicht der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen - obwohl Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace das ständig prophezeien. Im Gegenteil: Statt mit Waldsterben kämpft Mitteleuropa mit dem Phänomen "Verwaldung", soll heißen, dass der Wald schneller wächst, als Ökologen lieb ist. Der Anteil an Schädlingsbekämpfungsmitteln in der


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