Katastrophe Kosovo

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 33/04 vom 11.08.2004

POLITISCHES BUCH Ethnische Säuberungen, diplomatische Fehlschläge und NATO-Bomben: Ein neues Buch erklärt den Kosovokonflikt. 

Der Mob war nicht zu bremsen. Plündernd zogen Albaner durch die Siedlungen des Kosovo, um sie anschließend niederzubrennen. Über 4000 Serben vertrieben die Schlägertrupps aus ihren Heimen, 560 Häuser und 22 orthodoxe Kirchen legten sie in Schutt und Asche. Insgesamt kamen bei den Ausschreitungen am 17. und 18. März dieses Jahres 19 Menschen ums Leben.

  Wer soll das verstehen? Waren vor wenigen Jahren nicht die Albaner die Opfer? Bombardierten NATO-Jets damals nicht die Stellungen und Städte der Serben, um sie von der ethnischen Säuberung des Kosovo abzuhalten?

  Serbische Gewaltexzesse und albanische Revanche, gescheiterte Friedensdiplomatie und umstrittene Militärschläge - nachzulesen ist die verhängnisvolle wie komplizierte Geschichte des Kosovo nun in dem bemerkenswert detaillierten Buch "Kosovo-Kosova. Der lange Weg zum Frieden", das im Klagenfurter


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