STREIFENWEISE

Kultur | MAYA McKECHNEAY/DREHLI ROBNIK | aus FALTER 33/04 vom 11.08.2004

Die Psycherl-Komödie scheint sich ja in Skandinavien langsam als Subgenre herauszubilden. Nach Lars von Triers "Idioten" (die, zugegeben, eigentlich gar keine waren) kam "Mifune" und schließlich die norwegische Trilogie um den zwanghaften Autisten Elling (Per Christian Ellefsen). Der erste Teil, in dem der Protagonist neben seiner toten Mutter geborgen und in eine betreute Wohngemeinschaft eingewiesen wurde, war vorletztes Jahr im Kino. Nun folgt Teil zwei, "Elling - Nicht ohne meine Mutter", eigentlich das Prequel, in dem der Titelheld samt Mama nach Mallorca fährt und dort angesichts laut krakeelender Menschenmassen ziemlich angemessen reagiert, nämlich mit Panikattacken. Auch hier nervt die Off-Stimme der Hauptfigur, Marke "weiser Narr", wieder gewaltig, ebenso wie die schon aus Teil eins bekannte Manier, jedes visuelle Detail in Dialogen und Off-Kommentar zu verdoppeln, sodass der Film als Hörspiel mindestens ebenso gut funktionieren würde (zeitweiliges Schließen der Augen bestätigt


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