Ein Cineast des ersten Versuchs

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 33/04 vom 11.08.2004

ALEXANDER HAMMID (1907-2004) Er war die Verkörperung des unabhängigen Filmers, auch wenn viele seiner Arbeiten nie fürs Kino gedacht waren. 

Alexander Hammid war Fotograf, Regisseur, Ausstatter, Kritiker, Editor, Kameramann. Was immer Sasha tat, er tat es, ohne Aufhebens davon zu machen. "I don't like to talk, I express myself always in images", lautet der Schlüsselsatz von "Aimless Walk", einem 1996 entstandenen Porträt von Martina Kudlácek, die den damals 90-jährigen, zurückgezogen in New York lebenden Nestor der tschechischen Fotografie und letzten Pionier der internationalen Filmavantgarde vor die Kamera holte.

  1907 als Alexander Hackenschmied in Linz geboren, in Prag und Umgebung aufgewachsen und 1939 vor den Nazis in die Vereinigten Staaten geflohen, hat Sasha eine eigenwillige, autonome Spur im Kino gezogen. Ein Cineast des ersten Versuchs, der mit seinem Debüt "Spaziergang ins Blaue" (1930) den Grundstein des tschechischen Avantgardefilms legte, mit "Crisis: A Film


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