NÜCHTERN BETRACHTET

My Famous Life (Big im Ausland)

Kultur | aus FALTER 33/04 vom 11.08.2004

Das Dasein eines Kolumnisten ist, so denken zumindest die meisten, ein Leben in Saus und Braus, ist wie Bier und Blowjobs auf Krankenschein (noch hat die SPÖ diese Forderung nicht erhoben, aber das kommt schon noch). Die Schattenseiten des Spaltenschreibertums aber kennt nur, wer super aussieht und sein Foto in der Zeitung hat. Da hilft es dann auch nicht, wenn man sich so einen Bart stehen lässt wie ein verbiesterter degradierter Politiker: Peter Michael Lingens wird trotzdem weiterhin erkannt und beim Meinl am Graben von wildfremden Menschen mit ungewaschenen Teenieschlampenslips beworfen und mit paprizierten Frischziegenkäsebällchen überhäuft: "Ihr Dollfußkolümnchen, zum Küssen!!", hauchen ihm pensionierte Französischlehrerinnen ins Genick - ich habe es selbst erlebt. Und Helmut A. Gansterer erst: Bill Gates hat ihm einst im besten Mac von Manhattan eine Diskette mit einer superduften Software zwischen das Fleischlaberl und das Salatblatt geschoben, und die Kabriofahrer überfahren


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