U-Bahn nach Udine


FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 33/04 vom 11.08.2004

NEUES LOKAL Am Rochusmarkt gibt es ein neues Standel, das irgendwie anders ist als alle pseudoitalienischen Enoteca-Standeln sonst. 

Fünfzehn Jahre lang arbeitete Wolfgang Schultes in der EDV-Branche, dann hatte er genug und wurde vor zwei Jahren zum Hersteller von Gnocchi und Pasta (in Wien mittlerweile übrigens ein häufiger anzutreffendes Aussteigermodell!). Mitte Mai schließlich ergab sich die Möglichkeit, einen Stand am Rochusmarkt zu übernehmen, was Schultes auch machte, und dafür, dass er weder Italiener ist noch italienisch aussieht, schaffte er es, diesen kleinen Stand zu einem Fall von komprimierter Italianità zu machen, und zwar gänzlich unpeinlich, gänzlich ungekünstelt, gänzlich unkitschig.

Er habe einfach versucht, ein paar Sachen aufzutreiben, die es in Wien bisher noch nicht so gibt, sagt er, und er hat die paar wenigen Punkte, auf die es einfach ankommt, genau getroffen: den Prosecco aus dem Fass zum Beispiel, der auch dann einfach wunderbar und köstlich ist,

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