Wertfreies Denken?

Vorwort | ANTON PELINKA und PETER WEINBERGER | aus FALTER 34/04 vom 18.08.2004

KOMMENTAR Die fragwürdigen Ausflüsse eines einflussreichen Mitglieds der Akademie der Wissenschaften. 

Vielleicht erinnern sich einige noch an die recht knappe Abstimmung in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die letztlich zur Ablehnung von Ruth Wodaks Forschungsschwerpunkt "Theoretische und Angewandte Diskursforschung" führte. Die Entscheidung erfolgte, obwohl die internationale Evaluierung des Forschungsschwerpunktes uneingeschränkt positiv war. Doch aus dieser - internationalen - "peers"-Beurteilung hat die Akademie nicht den logischen Schluss gezogen, aus dem Forschungsschwerpunkt ein Institut der Akademie zu machen. Die Akademie hat damit eine der wichtigsten sozialwissenschaftlichen Fragestellungen - die Befassung mit Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit - und einen von Ruth Wodak prominent vertretenen, soziolinguistischen und gleichzeitig interdisziplinären Forschungsansatz ausgeschieden. Das Signal, das so ausgeschickt wurde, ist das einer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige