ROTER "PUTSCH"

Freund, Feind, Parteifreund

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 34/04 vom 18.08.2004

Fährt Alfred Gusenbauer auf Urlaub, wird ihm dieser garantiert durch höhere Gewalt vermiest. Vor zwei Jahren war es das Hochwasser, heuer war es Hannes Androsch. Während die Familie Gusenbauer durch Maine radelte, behauptete der rote Industrielle, sein langjähriger Parteifeind Franz Vranitzky plane einen "Putsch". Der Altkanzler wolle Gerhard Zeiler, den Chef der Mediengruppe RTL, zum Parteivorsitzenden machen. Und schon hatte die SPÖ wieder ihre Obmanndebatte.

  Nun ist Gusenbauer wieder im Lande und seufzt: "Was soll ich dazu sagen? Wir sind eine demokratische Partei mit gewählten Gremien. Jeder kann sich der Wahl stellen." Er werde jedenfalls beim Parteitag am 29. November "mit Verweis auf die Erfolge der SPÖ und die finanzielle sowie personelle Konsolidierung" wieder für den Vorsitz kandidieren. Bis dahin lasse er ein Bildungs- und ein Wirtschaftsprogramm ausarbeiten. Und, immerhin: Seine internen Widersacher Gabi Burgstaller, Michael Häupl und Erich Haider haben einem Waffenstillstand


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