Ballhausplatz remixed?

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 34/04 vom 18.08.2004

EU Benita Ferrero-Waldner wird Außenkommissarin. Um ihre Aufgaben reißen sich auch andere. Was kommt da in Brüssel auf die ÖVP-Frau zu? 

Wieder einmal erweist sich die Wahrheit als eine Tochter der Zeit. Vor zwei Jahren, fast auf den Tag genau, wetterte Benita Ferrero-Waldner in Alpbach gegen das "Direktorium" in der Union. In ihrem Referat zog die Ministerin über die "Doppelstruktur" der Außenvertretung her. Sämtliche Agenden, empfahl Ferrero-Waldner damals, vor allem die des Kommissars Chris Patten, sollten endlich auf den Außenrepräsentanten Javier Solana konzentriert werden.

  Alles Schnee von gestern. Seit Donnerstag ist heraußen, dass die Ministerin den Briten beerben wird. Nun gilt: Pattens Monsterressort hat eine "Schlüsselfunktion für die gesamte Union" (Ferrero-Waldner). Der Kanzler, nicht gerade für seine Gefühlsausbrüche bekannt, frohlockte über die "bedeutendste Funktion", die ein Österreicher bekommen hat, "seit Kurt Waldheim als Generalsekretär bei der


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