WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 34/04 vom 18.08.2004

Softball im Schlachthof

Mauler ist ein Manager im feinem Tuch: ein weicher Spielball eigener Wirtschaftsspiellaunen, der aus dem Fleischgeschäft (scheinbar) aussteigt, weil er keinen Schlachtochsen leiden sehen kann, und doch seine Interessen rücksichtslos vorantreibt - als überschnappender Fädenzieher, mit der grazilen Sorge eines Feldforschers, der zwischen Glasschaukasten und Plastikkuh wie ein Dividendenträumer versonnen durch die Nacht irrt.

Präziser und lakonischer als Ronald Pohl im Standard kann man Bert Brechts Figur gewiss nicht fassen.

Grüße aus der Reservekiste

Nach dem Wechsel kramte Kronsteiner die Routiniers Gilewicz, Vastic und Kitzbichler aus der hochkarätigen Reservekiste. Dies blieb aber weitgehend ohne offensive Wirkung. In der 59. Minute grüßte Gilewicz Schicklgruber. Sonst blieb die Austria harmlos und fehleranfällig.

Sportreporterprosa aus dem Kurier.

Ach wie gut, dass jeder weiß

Wenn sie im Austria Center ihren Song "You Don't Know My Name" schmettern wird, werden viele antworten: "That's wrong, Alicia Keys!"

Mutmaßt Wien Live. Klingt aber jetzt eigentlich nicht sooo wahrscheinlich.

Superlativst!

Die nächsten beiden Wochen trumpfen alle österreichischen Publikumslieblinge im ORF groß auf. Denn um den weniger sportbegeisterten Sehern ein ansprechendes Alternativprogramm zu bieten, schickt der ORF diese und nächste Woche heimische Publikumslieblinge mit ihren besten Austro-Filmen ins Quotenrennen. Neben Julia Stemberger sorgen diese Woche Erwin Steinhauer, Rainhard Fendrich und Peter Weck für sommerliche Film-Highlights vom Feinsten.

Mal ehrlich, TV-media, der drittbeliebteste Liebling ist doch nur mit seinem zweitbesten Highlight vertreten!


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