Andre Länder tun es auch!

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 34/04 vom 18.08.2004

RECHTSCHREIBREFORM Der Streit um die Orthografie wird immer absurder: Die "Kronen Zeitung" agitiert populistisch, Intellektuelle bedienen sich billiger Klischees und argumentieren mit falschen Beispielen. Höchste Zeit, einen entspannten Blick zurück zu werfen - und auf die Reformen anderer Sprachen. 

Eh klar, die Deutschen sind wieder mal bürokratisch und ordnungswütig und pedantisch und pingelig und rechthaberisch und überhaupt schuld. Diesmal aber, im Zuge der aktuellen Diskussion über die Neuregelung der Rechtschreibung, werden derartige Klischees nicht nur im zum Piefke-Hass neigenden Österreich verbreitet. Sogar in Deutschland selbst, wo man in Fußball und Politik die mediale Lust an der Selbstzerfleischung längst zur Perfektion kultiviert hat, sieht man in den eigenen Sekundärtugenden den tieferen Grund für das vermeintliche Übel der so genannten "Schlechtschreibreform".

  Die renommierte Süddeutsche Zeitung (SZ) etwa, erst unlängst ins Lager der Gegenreformation übergelaufen


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