STREIFENWEISE

Kultur | DREHLI ROBNIK, MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 34/04 vom 18.08.2004

Sprücheklopfen, Redenschwingen und Brüllen sind die Formen, in denen Menschen oder vielmehr Männer in "King Arthur" zu uns und miteinander sprechen. Die forcierte Intonation rührt zum einen daher, dass den meisten der rüden Tafelritter das Antlitz mit Haupt- und Barthaar zugewachsen ist. Zum anderen haben die Herren auch Wichtiges zu sagen, geht es doch um Stolz, Selbstbestimmung und das Erwachen völkischer Identität. Als eine Art birth of a nation aus unverdauten Versatzstücken von "Gladiator" und "Herr der Ringe" tritt nun "King Arthur" zum Schwertkampffilmrevival an: Arthurs Kolonial-Killer im Solde Roms finden ihre britischen Roots und wollen nicht länger für ein dekadentes Empire kämpfen. Wer schlüssige Irakkriegskoalitionskrisenmetaphern sucht, wird in all den Stümpermontagen und erstaunlich langen Metzeleien doch nur unfreiwillig komisches Spiel von Euro-Halbstars wie Clive Owen, Til Schweiger und Keira Knightley finden.

  Remember Garfield? Irgendwie scheint Jim Davis'


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