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Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 34/04 vom 18.08.2004

FILM Thomas McCarthys "Station Agent" versorgt das Arthouse-Publikum mit dem, was es seit Jarmusch und Kaurismäki am liebsten hat. 

Der Satiriker und Schriftsteller Eckhard Henscheid rechnete unlängst in der Süddeutschen Zeitung mit dem Jargon der kritischen Feuilletonpresse ab. Dabei geißelte er Modefloskeln wie "ein Roman, der süchtig macht" als ebenso "grausliches Wortgeschmeiß" wie ungestüme Demutsposen Marke "ein Song zum Niederknien". Womit wir schon beim Thema wären. Bei dem von der Kritik fast ausnahmslos gepriesenen "Station Agent" handelt es sich nämlich um einen "herzerwärmenden Film über die Einsamkeit" (Brigitte), der sich "berührend in das Herz des Publikums schleicht" (Stuttgarter Nachrichten) und seine Geschichte "unendlich warmherzig und liebevoll inszeniert" (Cinema). Auch der Kritiker der Welt hat eine "warmherzige Inszenierung" gesehen, während die Hamburger Morgenpost verspricht: "Die Schauspieler hat man schnell ins Herz geschlossen."

  Man muss nicht


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