Raus, die graue Maus!

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 34/04 vom 18.08.2004

FILM "Catwoman" mit Halle Berry liefert eine Anleitung, die Katze in sich selbst zu entdecken. 

Von felinen Göttinnen in ägyptischen Hieroglyphen bis zu Fetischladys mit Spitzohrmasken im Variété - als kulturübergreifende Ikone transgressiver Weiblichkeit war die Katze immer schon da. Das will uns jedenfalls der Vorspann von "Catwoman" mit einer Flut antiquarischer Katzenbilder zu verstehen geben. Dass hier vieles bekannt und althergebracht wirkt, hat freilich weniger mit Archetypen als mit Stereotypen des neueren Actionkinos zu tun.

  Ein Doppelleben, duckmäuserisch bei Tag, superheroisch bei Nacht, dazu die holprige Romanze der Titelheldin mit dem Cop, der, ohne es zu wissen, gegen diese ermittelt; staunendes Ausloten neu gewonnener Katzenkräfte bis zum "Ich weiß jetzt, ich bin Catwoman und überhaupt, tschüss bis Teil 2!"-Schlussmonolog; dazwischen Springen über Dächer und Wände, wie das Katzen (und Spinnen) so tun - all das engagiert verkörpert von Halle Berry, die auch

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