Linkes Dreigestirn

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 35/04 vom 25.08.2004

AUSLAND Nach Hugo Chavez' Sieg macht eine neue politische Konstellation in Lateinamerika die Außenpolitiker in Washington ratlos. 

Unterschiedlicher hätten die Reaktionen auf den Triumph des heftig umkämpften Hugo Chavez bei dem Referendum in Venezuela im Norden und im Süden des Kontinents nicht sein können. Betretenes Schweigen in Washington, wo man bis zuletzt auf die Entmachtung des unbequemen Castro-Freundes gehofft hatte. Erleichtertes Aufatmen dagegen fast überall in Lateinamerika, wo man in der von der bürgerlichen Opposition erzwungenen Volksabstimmung eine Entscheidung über Anpassung oder Widerstand gegenüber den Wünschen des unpopulären großen Bruders sah. Die Regierung Bush hat aus ihrer tiefen Abneigung gegen den populistischen Exputschisten mit den großen Ölreserven und der Verehrung für Fidel Castro ja noch nie ein Hehl gemacht.

  Dass Washington 2002 einen kurzlebigen Umsturzversuch gegen den eindeutig demokratisch gewählten Hugo Chavez nicht verurteilt


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