Denken vorm Dealen

FERDINAND LACINA | Vorwort | aus FALTER 35/04 vom 25.08.2004

KOMMENTAR Man kann den geplatzten Telekom-Deal als Privatisierungsdebakel abhaken. Oder eine Denkpause einlegen. 

Es war alles sonnenklar: Privatisieren der Telekom Austria durch Verkauf an einen ausländischen Staatskonzern, natürlich nur eine Minderheit, aber unter gemeinsamer Führung, an der sich die Staatsholding ÖIAG zumindest so lange als Kernaktionär beteiligen wird, solange sie selbst noch nicht aufgelöst worden ist, bis dahin natürlich mit Sonderminderheitsrechten ausgestattet, sodass das Entscheidungszentrum fast zur Gänze im Inland bleibt, dafür verschwindet die Telekom zwar von der Börse, aber für Teilaktivitäten werden neue Aktien ausgegeben, nicht für den Mobilbereich, aber die Bedürfnisse des Kapitalmarkts werden berücksichtigt, denn sonst haben wir ja kein Material für unsere von den Steuerzahlern alimentierte Zukunftssicherung, die ja hinkünftig unsere Pensionen besser finanzieren wird als die Sozialversicherung, womit auch den Privatisierungsgrundsätzen

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