Beton ist die Botschaft

Politik | WOLFGANG LUEF | aus FALTER 35/04 vom 25.08.2004

TERROR In der Innenstadt soll ein Wohnhaus von US-Diplomaten mit einer Sicherheitszone umgeben werden. Bezirkspolitiker protestieren. 

Das Haus vermittelt schon jetzt ein gewisses Bannmeilengefühl. Eine Polizistin patrouilliert vor dem Gebäude, das gleich hinter dem Rathaus und dem Parlament liegt. Türklingeln tragen Nummern statt Namen, Warnschilder verbieten den Zutritt, Kameras überwachen den Eingang. Auf dem Gehsteig vor dem Haus stehen schwere Waschbetonblöcke, aus denen Blumen sprießen. Sie versperren verdächtigen Fahrzeugen die Zufahrt.

  Geht es nach der amerikanischen Botschaft, soll das Wohnhaus, in dem mehrere US-Diplomaten wohnen, künftig noch mehr abgeschirmt werden. Wegen der erhöhten Terrorgefahr, meinen die Diplomaten, sei das Gebäude ein so genanntes "soft target" und damit einer "sekundären Bedrohung" ausgesetzt. Sämtliche Parkplätze rund um das Haus sollen deshalb gesperrt und mit massiven Betonleitblöcken versperrt werden, um sprengstoffbeladene Autos


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