Kommentar

Ond äwäg röhrän dä Gämsän!

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 35/04 vom 25.08.2004

Da draußen tun sie sich zusammen und wollen mich fertig machen. Nicht Jörg Haider fuchtelt mit beschrifteten Kartons, nein, Werner Amon, Josef Cap und Marlene Streeruwitz halten mir in News ein Taferl, ein Schultaferl gar, entgegen. Auf dem steht in schön geschwungener Schulschreibschrift: "Gämse".

Ist ja, bitte, der volle Hammer: "Gämse"! Und das nur, weil die Einzahl die oder - in der Jägersprache (siehe Österreichisches Wörterbuch) - auch der Gams lautet. Da habe ich jetzt jahrzehntelang (vor dem Einschlafen) Gemsen gezählt und in Dutzenden Artikeln von den Erfolgen der Osttiroler Gemsenansiedlungspolitik berichtet, und jetzt wollen diese Rechtschreibnazis unsere guten österreichischen Gemsen zwangsbeumlauten? Nicht mit mir! Nicht mit uns! Die können uns vielleicht im Fußball einen Schrauben anhängen, aber unsere österreichische Sprache lassen wir uns von denen nicht umpudern - die sollen sich doch ins Knie ficken, die Piefke!

Jaja, gewiss, ich bin furchtbar ungerecht und


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