Endkampf bitterer Greise

BERND DÖRLER | Vorwort | aus FALTER 36/04 vom 01.09.2004

AUSLAND Ariel Sharon und Yassir Arafat finden keinen Ausweg aus Terror und Gewalt. Sie können ihn gar nicht finden. 

"Schlimmer als die Apartheidpolitik" der südafrikanischen Rassisten bewertet UN-Sonderberichterstatter John Dugard das Besatzungsregime Israels in den besetzten Gebieten. Menschenrechtsverletzungen, Schikanen und Demütigungen durch die Soldaten des Judenstaates prägen den Alltag im Westjordanland und dem Gazastreifen, berichtet Dugard, ein Bure, an die UNO-Vollversammlung.

  Normalerweise wäre dieser Bericht erstklassiger Propagandastoff für den kranken, alten Mann, der sich in seinem von israelischen Bombern und Panzern zerstörten Hauptquartier in Ramallah einbunkert. Doch Palästinenserpräsident Yassir Arafat, 75, hat keine Zeit mehr für Tiraden gegen die verhassten Besatzer. Er kämpft um sein politisches Überleben. Vorbei sind die Tage, wo sich Abu Ammar (Vater des Löwen), so Arafats Nom de Guerre, der Verehrung seines geschundenen Volkes sicher sein konnte.

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