Werner Beinhart

Medien | GERALD JOHN und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 36/04 vom 01.09.2004

ORF In den Sommergesprächen plaudert Werner Mück wieder mit den Parteichefs. Doch was treibt der ORF-Chefredakteur, wenn er nicht auf dem Bildschirm zu sehen ist? 

Ein sanfter Druck genügt. Dreimal, viermal am Tag, erzählen Eingeweihte, wählt Wilhelm Molterer eine elfstellige Nummer, die er unter einer der Kurzwahltasten seines Handys eingespeichert hat, gleich neben Mailbox, Kanzler und Ehefrau. Kein Ministerrat, kein Parteivorstand kann so wichtig sein, dass der ÖVP-Klubobmann sie nicht für eines dieser Telefonate unterbricht. "Grüß Gott, Herr Chefredakteur", sagt Molterer dann und erzählt, was die große Regierungspartei der Welt da draußen mitzuteilen hat.

  Am anderen Ende der Leitung hängt Werner Mück, einer der mächtigsten Chefredakteure des Landes. Als Herr der Infoabteilung im ORF wacht er über sämtliche Nachrichtensendungen der größten Medienanstalt. Mück bestimmt täglich, ob auf Sendung ein Schwarzer die Regierung preist oder ein Roter sie verreißt. Ob


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