Alles, was ein Mann braucht

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 36/04 vom 01.09.2004

FILM Jim Jarmusch hat aus elf minimalistischen Vignetten einen sehr persönlichen Film gemacht: "Coffee and Cigarettes". 

Treffen sich zwei Leute in einer Bar. Sagt der eine: "Ich verstehe gar nichts." Meint der andere: "Es ist sehr laut hier. Vielleicht sollten wir Platz tauschen." Sie tauschen die Plätze. Sagt der erste: "Ah, sehr gut." Meint der zweite: "Irgendwie hat's mir da drüben besser gefallen. Macht es dir was aus?" Und so tauschen Roberto Benigni und Steven Wright die Plätze halt ein zweites Mal.

  Jim Jarmuschs erster "Coffee and Cigarettes" entstand 1986, unmittelbar nach "Down by Law", und ist ein Lehrbeispiel dafür, wie man aus nichts etwas machen kann: eine witzige Szene aus einer Nullidee, einen Kurzfilm fast ohne Geld. 1989 folgte "Memphis Version", 1993 "Somewhere in California"; damit schien Jarmusch das Konzept der One-Joke-Miniaturen für's Erste wohl erschöpft.

  Aber so kann man sich täuschen. Wer hätte damals geahnt, dass schon ein Titel wie "Coffee and


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