Wolke, zieh vorüber!

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 36/04 vom 01.09.2004

FILM Eine Teeniekomödie ohne Teenies: In Michael Grimms "Auf Wolke 7" hat vor allem der Humor mit Pubertätsproblemen zu kämpfen. 

Die erste Einstellung: eine Bierflasche. Ein junger Mann in abgeschnittenen Cargopants hält sie auf Geschlechtshöhe. In Großaufnahme senkt sich nun ihr Hals, es plätschert gelb und flüssig, und man fragt sich: Ist dieses Quasibrunzen jetzt schon der Einstandsgag? Oder kommt da noch was? Vielleicht ist ja auch der Moment, in dem das Bier, von der Handkamera wendig mitgeschwenkt, dem Freund auf die weißen Lackschuhe rinnt, als Pointe gedacht? Oder die abschließende Feststellung: "San eh schwul, die Stieflettos?" Tja.

  Fragen über Fragen: Während seiner Laufzeit von eineinhalb Stunden wirft das Spielfilmdebüt des gebürtigen Oberösterreichers Michael Grimm etliche davon auf. Und die eine, große bleibt beständig im Raum: Was bitte soll das denn sein? Wüsste man nichts über Entstehungsprozess und Macher des Films, die Antwort fiele leichter. Ein


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