Pracht mit Brecht

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 36/04 vom 01.09.2004

FILM Harvey Pekar, Held der US-Comicserie "American Splendor", feiert ein dreifaches Comeback: als Animation, Spielfilmheld und reale Person. 

American Splendor", laut Langenscheidt die "amerikanische Pracht, der Glanz, die Großartigkeit". Wer würde hinter diesem Titel schon Geschichten über einen mieselsüchtigen Hilfsarbeiter aus Cleveland vermuten? Über einen wühlmausgesichtigen Spinner, der seine Arbeitstage in einem Archiv und seine Freizeit mit einer akribisch geordneten Comic- und Jazzplattensammlung verbringt? Wahrscheinlich nur jene Eingeweihten, denen "American Splendor", die seit 1976 im Jahresrhythmus erscheinende Serie von Underground-Comicromanen, ein Begriff ist. Harvey Pekar, der Held dieser Serie, ist das mehr oder weniger fiktive Alter Ego von Harvey Pekar, dem Autor der Geschichten, der seine boshaft verschmitzten Storys prominenten Zeichnern wie Robert Crumb, Frank Stack oder Joe Sacco zur illustrativen Weiterverarbeitung lieferte.

  Das New Yorker Filmemacher(ehe)paar


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