AUFGEBLÄTTERT

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 36/04 vom 01.09.2004

Man kann nicht wirklich sagen, dass es um den vor sechs Jahren verstorbenen Soziologen Niklas Luhmann leise geworden wäre. Abgesehen vom eben erst beigelegten Streit um sein Erbe und das Schicksal seines legendären Zettelkastens, halten weiterhin zahlreiche Publikationen die Kommunikation über seine komplexe Systemtheorie am Laufen.

Aber auch bislang Ungedrucktes von Luhmann selbst gibt es immer wieder nachzulesen. So wurden für den Band "Warum haben Sie keinen Fernseher, Herr Luhmann?" vier seiner letzten Gespräche (u.a. mit Alexander Kluge) zugänglich gemacht. Die Interviews, die leider allzu wörtlich transkribiert wurden, bieten interessante Aufschlüsse über die Werk- und die Lebensgeschichte des Meisterdenkers aus dem deutschen Bielefeld - trotz seines spürbaren Unwillens, biografische Details wichtig zu nehmen. Ein besonderes Zuckerl: die abschließende Diskussion zwischen dem Soziologen Dirk Baecker, dem Medientheoretiker Norbert Bolz und dem Journalisten Wolfgang Hagen über


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