INTERVIEW GÜNTHER DOMENIG

"Eine Bank interessiert mich nicht"

Kultur | aus FALTER 36/04 vom 01.09.2004

Wenn Günther Domenig nach der entscheidenden Eigenschaft befragt wird, antwortet er mit: "Hartnäckigkeit". Die habe er von seiner Mutter. "Ich habe fünf Jahre lang gegen diese Kärntner Arschlöcher gekämpft", erzählt er über seine Gestaltung der Landesausstellung in Hüttenberg (1993/1994), die ihm eine Einladung zum Wettbewerb für das Dokumentationszentrum am Reichsparteigelände in Nürnberg eintrug, den der 1934 geborene Kärntner und Sohn eines "radikal nationalsozialistischen Richters" 1998 gegen zehn andere Architekten gewann. Und weil es für einen Kärntner "sogar in Wien" leichter ist, seine Vorstellungen umzusetzen, als in Kärnten, gibt es in der Hauptstadt doch eine Reihe bedeutender Domenig-Bauten.

Falter: Sie bauen jetzt, mit 71, den Österreich-Ring in Zeltweg um, Ihr T-Mobile-Haus in Wien wird gerade bezogen. Was halten Sie von dem Bonmot, dass man erst mit fünfzig beginnt, Architekt zu werden?

Günther Domenig: Das erste Gebilde, das dem, was ich bin und kann, entspricht,


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