Wien erklingt

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 36/04 vom 01.09.2004

SOUNDPROJEKT Nach dem Dichter Gerhard Rühm macht sich nun ein weiterer Künstler auf den Weg, den Rhythmus der Stadt zu erforschen. 

Am 18. Juni 1992 klang Wien aus den Radiolautsprechern. Der Poet Gerhard Rühm hatte sich für einige Zeit als Feldforscher in Sachen Sound betätigt, die "Kunstradio"-Sendung "wien wie es klingt" war die Folge - darin wurden spezifische Klangszenerien der Stadt vorgestellt, aus zwölf Stunden Aufnahmematerial 24 akustische Schlaglichter herausdestilliert. Vom Westbahnhof über den Schlachthof St. Marx bis zu einer öffentlichen Telefonzelle und einem Begräbnis am Wiener Zentralfriedhof: Wien klang damals noch eher realistisch.

  Aufgrund von gleich drei anstehenden Jubiläen - 80 Jahre Radio, 25 Jahre Ars Electronica, 15 Jahre "Lange Nacht der Radiokunst" - wird die Stadt jetzt neuerlich akustisch vermessen. Als Wien-Klang-Sammler diesmal tätig: Steve Heimbecker, Maler, Bildhauer und Soundskulpteur aus Kanada; in diversen Fachmagazinen kann man auch


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