WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 37/04 vom 08.09.2004

WAS WAR

Hausaufgaben für Ferrero-Waldner Einen Katalog mit insgesamt vierzig Fragekomplexen haben die Europaabgeordneten der designierten EU-Außenkommissarin letzte Woche überreicht. Einen Monat lang hat Benita Ferrero-Waldner nun Zeit zum Pauken. Gefragt ist unter anderem ihre Position zum EU-Beitritt der Türkei. Bisher ist die Außenministerin bei dem Thema ausgewichen: Sie wolle erst den Fortschrittsbericht der Kommission abwarten, meinte sie stets. Am 7. Oktober muss sich Ferrero-Waldner dem Hearing des außenpolitischen Ausschusses im EU-Parlament stellen.

WAS KOMMT

Häupl-Festspiele Am 14. September feiert Michael Häupl seinen 55. Geburtstag. Am 7. November jährt sich seine Angelobung als Bürgermeister zum zehnten Mal. Aus diesen Anlässen hat News-Chefredakteur Peter Pelinka für den Ueberreuter Verlag eine Biografie verfasst; und Michael Ludwig von der SPÖ Wien einen Sammelband zusammengestellt: Persönlichkeiten wie Kardinal Christoph Schönborn oder der frühere ÖVP-Kulturstadtrat Peter Marboe schildern ihre Begegnungen mit Häupl. Anfang Oktober gehen die Häupl-Festspiele mit einer Gesangsdarbietung des Landeshauptmannes beim Wienerliedfestival "Wean hean" weiter. Bei derselben Veranstaltung gastiert übrigens auch sein Kollege aus Niederösterreich, Erwin Pröll.

WAS FEHLT

Einigkeit bei den Kummerln In der KPÖ kriselt es wieder. Beim Parteitag im Dezember könnte es zu einer Spaltung kommen. Der Hintergrund: Den Dogmatikern passt das Engagement der Parteispitze bei der Europäischen Linken nicht - und dass diese die Linke Liste um Leo Gabriel im EU-Wahlkampf unterstützt hatte. KPÖ-Chef Walter Baier schimpfte offen über die Aufständischen: "Einige Parteimitglieder nehmen noch immer keine Abgrenzung gegenüber dem Stalinismus vor." Schon beim Parteitag vor einem Jahr gab's Zoff, damals wurde Baier, der seit 1994 KPÖ-Chef ist, aber noch einmal wiedergewählt.


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