Wirbel statt Wurf

GERALD JOHN | Politik | aus FALTER 37/04 vom 08.09.2004

SPÖ Zwei links, drei rechts oder umgekehrt: Mit guten Ideen wollten sich die Sozialdemokraten endlich ein wirtschaftspolitisches Profil verpassen - und manövrierten sich erst recht in ein heilloses Durcheinander. 

Das Bonmot ging gründlich daneben. "Sehen Sie, ich darf noch sprechen", rief Christoph Matznetter Montag vergangener Woche dem Auditorium zu, als er im Hochholzerhof der Bawag seine neuesten wirtschaftspolitischen Ideen präsentierte. Zu dem Zeitpunkt machten schon die ersten Gerüchte die Runde, dass gewichtige Genossen mit den aktuellen Geistesblitzen ihres Budgetsprechers alles andere als glücklich waren. Matznetter wischte sie mit Ironie vom Tisch - und war drei Tage später tatsächlich schmähstad. Kurzfristig sagte er sämtliche Interviewtermine ab. Auf Drängen der Parteispitze.

  Christoph Matznetter, umtriebigster aller SPÖ-Parlamentarier, ist Schelte nicht gewohnt. Seit der 45-jährige Steuerberater nach den Wahlen 2002 in den Nationalrat gerutscht war, schrieben

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