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Politik | CHRISTINE KANZLER | aus FALTER 37/04 vom 08.09.2004

POLITISCHES BUCH Ein Sammelband beleuchtet die Zusammenarbeit von Widerstandskämpfern mit den Nachrichtendiensten der Alliierten. 

Eine der zahlreichen Facetten des Widerstands in Deutschland und den von der Wehrmacht besetzten Ländern war die Kooperation von Widerstandskämpfern und Emigranten mit alliierten Nachrichtendiensten. Bislang konnte darüber nicht seriös geforscht werden. Denn nachrichtendienstliches Handeln versucht sich per se der wissenschaftlichen Analyse zu entziehen. Seine strukturellen Merkmale - Tarnen und Täuschen, Verhüllung und Desinformation - färben auf die Quellen ab, die Historikern bei der Aufarbeitung zur Verfügung stehen. Anliegen der Herausgeber des neuen Sammelbands war es daher, diese Form des Widerstands auf der Basis neuen, zum Teil erst nach der Öffnung von Archiven der ehemaligen Sowjetunion und ihrer Paktstaaten zugänglichen Quellenmaterials vom Geruch des Romanhaften und Abenteuerlichen zu befreien. Das ist gelungen.   Als Fallschirmagenten


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