"Kultur ist Zufall"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 37/04 vom 08.09.2004

LITERATUR Der "Falter" traf den diesjährigen Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino und sprach mit ihm über literarischen Erfolg, die Lebensnotwendigkeit von Großstädten, den Niedergang der deutschen Bahn und die Fragwürdigkeit des deutschen Humors. 

Als die Süddeutsche Zeitung dieser Tage unter dem Titel "In Oberjammergau" über den deutschen Breitensport des Dauergenörgels herzog, gab sie in der 16. These "Zur Klage der Nation" auch ein paar praktische medizinische Tipps. Als verlässliches "Medikament gegen den Jammer" empfahl Alex Rühle: "Wilhelm Genazino lesen."

  Der 1943 in Mannheim geborene Schriftsteller, der am 23. Oktober in Darmstadt mit dem wichtigsten Preis für deutschsprachige Literatur, dem mit 40.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet wird, ist viel gelobt und - bis vor kurzem - nicht ganz so viel gelesen worden. Dabei hatte er 1977 mit seiner "Abschaffel"-Trilogie doch einen viel versprechenden Start hingelegt. In den Achtzigerjahren geriet die


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