Feuchterwerk

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 37/04 vom 08.09.2004

SPEKTAKEL Die Donaustadt wird fünfzig Jahre alt und feiert das unter anderem mit einer Wassershow am Freitag in Kaisermühlen. 

Sechs Leinwände, teilweise aus Wasser, bunte Projektionen und über allem eine laute Soundinstallation von Musiker Chrono Popp, der Händels "Wassermusik" elektronisch bearbeitet: Der Wiener Stadtteil Donaustadt feiert seinen fünfzigsten Geburtstag, und als Höhepunkt der Feierlichkeiten steppt am Freitag bei Kaisermühlen der Bär.

  "Wasser.Licht.Show" nennt sich die Veranstaltung, die in der Wasserarena aus Beton an der Neuen Donau stattfinden wird. Die St. Balbach Art Produktion organisiert das Spektakel, das in dieser Form erstmals in Wien zu sehen sein wird. In der Vergangenheit haben die Balbacher zwar mit ihrem Wander-Filmtheater Volxkino auf dem feuchten Open-Air-Gelände am Entlastungsgerinne gastiert, derartige Wasserwerke haben sie bislang aber nur in Bregenz und mit dem Bodensee veranstaltet.

  "Eine Klangwolke in klein", beschreibt Organisator Berndt Anwander, was die Besucher am Freitag erwartet. Leinwände aus Wasser seien übrigens keine neue Erfindung, bereits in den Anfangstagen des Kinos habe es so etwas gegeben. In Kaisermühlen projiziert man auf gesprühten Wassernebel, der kommt aus Schneekanonen. Was aber nicht bedeutet, dass die meisten Videos und Grafiken ausschließlich abstrakter Natur sein werden. So zeigen die Künstlerin Karin Ecker Unterwasserbilder, die Bildartisten Visualite Loops und Donaustädter Hobbyfotografen Bilder aus ihrem Bezirk. Da hinein mixen VJs auch noch Livebilder.

  Musik gibt's bereits ab 19 Uhr, dann müssen Besucher wie Macher auf die Dunkelheit warten. Es werde "wunderschön", versprechen die Macher der "Wasser.Licht.Show" - klingt wie ein äußerst nasses Feuerwerk.

Wasser.Licht.Show, Fr, 10.9., ab 19 Uhr,

Wasserarena Kaisermühlen (500 Meter flussabwärts der Reichsbrücke), Eintritt frei.


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