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Offene Kantinen

Stadtleben | aus FALTER 37/04 vom 08.09.2004

Kantinen haben gemeinhin nur einen einzigen Vorteil: nämlich dass man in ihnen ziemlich billig essen kann und dass man tiefe Einblicke in die Betriebsstruktur des jeweiligen Unternehmens erhält - so man dieses will. Folgende Orte haben aber noch mehr zu bieten.

Evangelisches Krankenhaus, 18., Hans-Sachs-G. 10-12, Tel. 404 22-0.

Wer keine Hemmungen hat, in ein Krankenhaus essen zu gehen, der tut zumindest in diesem Falle gut. Denn nicht nur dass man hier dem Vollwert und der vegetarischen Kost auf recht schmackhafte Weise begegnet, es ist auch für Nichtpatienten zugänglich. Prophylaxe sozusagen.

Parlamentsrestaurant, 1., Reichratsstr. /Stadiongasse , Tel.

401 10-2750, Mo-Fr 11-14 Uhr.

Im Parlamentsrestaurant treffen sich die Abgeordneten mit den Delegationen aus dem Wahlkreis, entsprechend bodenständig und preiswert wird gekocht, konkret also Schnitzel und Schweinsbraten, freitags gebackener Fisch. Die Gestaltung des Parlamentsrestaurants muss man allerdings erst ertragen können.

Minoritenstüberl, 1., Minoritenpl. 5, Tel. 533 52 81, Mo-Fr 8-17 Uhr.

Früher erst ab 13 Uhr für Nichtbeamte des Unterrichtsministeriums zu betreten (was auch auszuhalten war), seit es als eigenes Lokal geführt wird (und zwar von Wiens Beitrag zu "Frisch gekocht", dem fidelen Andreas Wojta), aber auch davor und danach öffentlich zugänglich.

WEIN - Dass man einen schönen Pinot Noir alias Blauburgunder heute noch unter 20 Euro findet, ist selten. Denn erstens ist es schwierig, guten Pinot Noir zu machen, und zweitens ist Pinot Noir (auch weniger guter) ziemlich in. Peter Bernreiter, Spezialist für eher wuchtige Getränke aus Wien Jedlersdorf, kann es aber. Sein Blauburgunder ist duftig und filigran, hat klingende Säure und ein pittoreskes Tanningerüst. Hat Zukunft!

Preis: e E0,60

Bewertung: 4/5 (sehr gut), bei Spezerei, 2., Karmeliterplatz 2.


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