Daddy Cool & Rudi Rastlos

Politik | EVA WEISSENBERGER, NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 38/04 vom 15.09.2004

SCHWARZ-GRÜN Seit einem Jahr regieren in Oberösterreich die Konservativen mit den Alternativen. Wächst da zusammen, was zusammengehört? 

Schon der Speiseplan zeigt, wie dieses Land aufgeteilt ist: Für die Konservativen gibt es faschierte Laberln, für die Körndlfresser Kürbiskernlaibchen. Am nächsten Tag wird den Bürgerlichen gefülltes Schweinskotelett serviert, den Basiswapplern Gemüseomelette. Bei so einem Angebot ist die Kantine des Linzer Landhauses schon vor zwölf Uhr gesteckt voll. Die ausgewogene Karte wurde sogar im Koalitionspakt festgeschrieben: Dort wird die "schrittweise Umstellung der Küchen im Eigentümerbereich des Landes auf Biolebensmittel aus regionaler Versorgung durch die Einführung einer Bioquote von fünfzig Prozent" versprochen.

Noch vor einem Jahr war in Oberösterreich eine Zusammenarbeit zwischen ÖVP und Grünen schwer vorstellbar. Seit dem Krieg hatten sich Christ- und Sozialdemokraten das Land in bestem Einvernehmen untereinander aufgeteilt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige