Rente für Rechenkünstler

GERALD JOHN | Politik | aus FALTER 38/04 vom 15.09.2004

PENSIONSREFORM. Die schwarz-blaue Harmonisierung beschert den Österreichern das wohl verworrenste Rentensystem der Welt. Ein Wegweiser durch den Paragrafendschungel. 

Christine Mayrhuber hat es versucht. Als die Regierung die neueste Reform ihrer Pensionsreform präsentiert hatte, griff Mayrhuber zum Taschenrechner, um sich ihre voraussichtliche Rente auszurechnen. Nach anstrengender Tüftelei gab sie auf. Man kann sich für so ein Unternehmen ja nicht extra Urlaub nehmen.

Auch Bernd Marin raucht der Schädel. "Es gibt kein stinklangweiligeres Thema als diese Paragrafenreiterei", schimpft er. Endlose Tabellen müsse man studieren, um die Rente eines einfachen Hacklers herauszukriegen. "Diese Reform ist ein Selbstbeschäftigungsprogramm für Beamte", sagt Marin.

Die beiden sind keine Zahlenbanausen auf Unterstufenniveau, die schon an mehrstelligen Divisionen scheitern. Christine Mayrhuber, Expertin am Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), und Bernd Marin, Leiter des Europäischen Zentrums

  914 Wörter       5 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige