Bis zum bitteren Ende

STEFAN APFL | Politik | aus FALTER 38/04 vom 15.09.2004

KPÖ. Österreichs Kommunisten stehen vor einer Spaltung. Zwei Fraktionen streiten, den Weg aus der Krise kennt aber niemand. Der "Falter" fragt Experten um Rat. 

Ein Gespenst ist der Kommunismus schon lange nicht mehr. Wenn die KPÖ so weiter macht, könnte er es in Österreich aber bald wieder sein. Bereits seit Jahrzehnten schleppt sich die heimische Kommunistenschar von Wahl zu Wahl, um doch nur wieder unter ihren Erwartungen zu bleiben. Seit 1947 keine Regierungsbeteiligung, seit 1971 nicht mehr im Parlament, die vergangenen 29 Jahre bei jeder Nationalratswahl unter einem Prozent. Und Walter Baier, der Chef der Partei, deren Ansinnen die Vertretung der arbeitenden Klasse ist, geht stempeln. Aus und vorbei der kommunistische Spuk in Österreich? Nicht ganz. Denn etwas gibt es in der nunmehrigen Aktivistenpartie sehr wohl noch: heftiges ideologisches Tauziehen.

Zu einer Zerreißprobe kam es heuer während des EU-Wahlkampfs. Streitpunkt war die Unterstützung der Linken Liste. Schon lange

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