Superfad mit Superfund

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 38/04 vom 15.09.2004

THEATER. Fehlstarts in Burg- und Akademietheater: "Nathan der Weise" mit Klaus Maria Brandauer, "Die Frau von früher" von Roland Schimmelpfennig. 

Neben dem Formel-1-Nachzügler Minardi, dem Bundesliga-Team aus Pasching, Herbert Prohaska und vielen anderen gehört ab sofort auch das Burgtheater zu den Werbeträgern einer neuartigen österreichischen Aktienfondsgesellschaft. Die Eintrittskarten sind mit dem Superfund-Logo und dem Vermerk "Hauptsponsor des Burgtheaters" bedruckt. Solange Direktor Klaus Bachler bei Fernsehinterviews nicht mit Superfund-Sticker am Revers auftreten muss, ist daran nichts auszusetzen. Aber man sieht, dass sogar das reiche Burgtheater immer mehr aufs Geld schauen muss.

Auch die Eröffnungspremiere lässt sich ausschließlich mit kommerziellem Kalkül erklären. Nicht dass Gotthold Ephraim Lessings Toleranzklassiker "Nathan der Weise" in Zeiten wie diesen keinen Versuch wert wäre. Aber wer die Aufführung gesehen hat, wird den Eindruck nicht los, dass es gar

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