Mister Aufziehnazi

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 38/04 vom 15.09.2004

FILM. Paranormale Agenten, Dämonen aus der Zwischenwelt und untote Nazi-Ninjas bevölkern die Comicverfilmung "Hellboy". 

Was wäre gewesen, wenn beispielsweise Hitler als Hohepriester des "Thule"-Kults 1944 mithilfe des russischen Magiers Rasputin die Tore zu einer Paralleldimension aufgestoßen hätte, um buchstäblich die "Hölle auf Erden" zu entfesseln (und sich nach dem Scheitern des Unternehmens im UFO nach Südamerika abzusetzen!)? Für bare Münze nimmt so etwas außer einer Subkultur esoterischer Rechts-Spinner niemand; literarisch sind derlei Szenarien allerdings immer wieder höchst unterhaltsam (und mit einer gehörigen Portion Ironie) umgesetzt worden - von Philip K. Dicks "The Man in the High Castle" über Ira Levins "The Boys from Brazil" bis hin zu Mike Mignolas Comicbuch-Serie "Hellboy" (1994).

Aus "Hellboy" stammt auch das oben beschriebene Szenario, und damit beginnt auch Guillermo del Toros Spielfilmadaption des Comics: Der strömende Regen (in Schottland, man versteht),


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