BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 38/04 vom 15.09.2004

Rein flächenmäßig können sicher nur wenige Künstler mit Peter Kogler mithalten: Seine auffälligen und doch gefälligen Ornamente aus dem Computer überzogen in den letzten zwei Jahrzehnten unzählige Museen, Firmengebäude, Bahnhöfe und Ausstellungsräume. Aber natürlich hat auch der Akademieprofessor einmal klein angefangen, wobei sich sein Frühwerk durch eine Lust an Basteleien auszeichnete. Mitte der Achtzigerjahre folgten erstmals jene Drucke, die den Tiroler in die Nähe Andy Warhols rückten. Seinen Durchbruch erlebte Kogler bei der documenta IX 1992 in Kassel, wo er die Museumswände mit einem Muster aus Ameisen tapezierte. In den darauf folgenden Arbeiten mit Röhren und Windungen fand der Netzwerkgedanke der Neunziger seine perfekte Versinnbildlichung. Anlässlich der aktuellen Retrospektive in Innsbruck liegt nun ein umfassender Katalog vor.

Stephan Berg (Hg.). Peter Kogler. Ostfildern 2004 (Hatje Cantz). 192 S., O 36,- / N. S.


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