Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 38/04 vom 15.09.2004

sex

Die Liebesnacht (1) Wenn wir ehrlich sind, gehören One-Night-Stands zum Besten, was das Leben zu bieten hat. Wie kommt es dann, dass dieses Phänomen einen derartig schlechten Leumund hat? Der One-Night-Stand gilt als moralisch minderwertiger Sex, weil es dabei nicht um Liebe geht. Stimmt doch gar nicht! Aber das Problem fängt ja schon mit dem Namen an: "One-Night-Stand" - das klingt wie ein Potenzmittel. In dem Namen schwingt nichts von dem mit, was ich damit verbinde: Magie des Moments, unbändige Lebenswut. Ich schlage vor, wir sprechen von einer Liebesnacht, wenn wir einen One-Night-Stand meinen. Okay? W. K.

FussBall

Didi Hickersberger Pepi Hickersberger entwickelt sich zum Didi Kühbauer unter den Bundesliga-Trainern. Zuletzt wurde er beim Spiel Rapid - Admira auf die Tribüne verbannt, weil er sich wie Rumpelstilzchen über eine Schiedsrichterentscheidung aufgeregt hatte. Ein tobender Trainer wirkt nicht souverän, er ist kein gutes Vorbild für die Spieler und macht sich bei den Schiris unbeliebt. Kurz: Er schadet der Mannschaft. Hickersberger, eigentlich ein Sir, weiß das natürlich. Dass er trotzdem immer wieder ausflippt, ist eine menschliche Schwäche, also sympathisch. Nur gut, dass Kühbauer nicht mehr bei Rapid spielt! W. K.

mädchenzimmer

Das Männerraster (7) Als der Kollege vom Sex jüngst mit dem MZ übers Kinderkriegen nachdachte, wurde uns klar: Wir haben bei den Männern, die wir nicht wollen, einen Typus vergessen. Den Mann, der seine Frau im Kreißaal alleine lässt. Nur weil der eigene Papa damals in den Siebzigern den Geburtstermin elegant versäumt hat, heißt das nicht, dass wir so ein Verhalten tolerieren würden. Heute erwarten wir uns Männer, die mit uns durch Blut, Schweiß und Wehen gehen. Möchtegernmachos, die eigentlich zu feig für eine Geburt sind, brauchen wir echt nicht. J. O.


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