Ein Gegenatomkrieg?

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

AUSLAND. Ob Teheran Atomwaffen besitzt, ist ungewiss. Ebenso ungewiss ist es, ob die USA einen Präventivkrieg wollen.

Es kommt einem alles so unheimlich bekannt vor: die Geheimdiensterkenntnisse von verbotenen Waffenfabriken, der Streit um den Aktionsspielraum der UNO-Inspektoren, die Unschuldsbeteuerungen des kritisierten Regimes, dunkle Andeutungen in konservativen Think Tanks in Washington DC und verzweifelte Vermittlungsbemühungen der Europäer. Ganz scheint es so, als ob der Mechanismus, der vor eineinhalb Jahren zum Irakkrieg geführt hat, nun auch in Richtung Iran in Bewegung gesetzt wird.

Die iranische Führung spricht von ausschließlich zivilen Nuklearprojekten: Zukünftige AKWs sollen die Energieversorgung des Landes sichern, wenn die Ölreserven einmal zu Ende gehen. Die USA sind diametral anderer Meinung: Republikaner und Demokraten zeigen sich in gleicher Weise davon überzeugt, dass die Islamische Republik ein geheimes Programm zur Herstellung von Atomwaffen verfolgt. Da


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