Schöne neue Bohne

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

GENTECHNIK. Seit vergangener Woche ist genetisch verändertes Saatgut erstmals EU-weit erlaubt. Über einen Umweg landen Gentechprodukte aber schon längst auf Österreichs Tellern.

Hamma ned", heißt es im Raiffeisen-Lagerhaus in Klagenfurt. Der Kärntner Landwirt und Biopionier Volker Helldorff wollte dort Futtermittel ohne Gentechnik kaufen. Gentechsoja kann er gerne haben, aber gentechnikfreies Mischfutter gibt's nicht lagernd, sagt ihm der Verkäufer. "Soja ohne Gentechnik kriegen Sie fast nirgends", bestätigt auch der Südkärntner Schweinezüchter Stefan Domej, "so gut wie alles, was aus Übersee kommt, ist längst verschnitten."

Helldorff und Domej teilen ihr Problem mit all jenen Bauern, die bei ihrer Viehaufzucht auf Gentechnik verzichten möchten: Gentechfreie Futtermittel sind in Österreich nicht nur teurer als manipulierte Ware, sie sind auch gar nicht so leicht erhältlich. Jährlich werden etwa 550.000 Tonnen Soja zur Futtermittelherstellung importiert, rund 65 Prozent stammen


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