"Da hilft kein Hollywood"

ROBERT MISIK | Politik | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

EUROPA. Jeremy Rifkin, amerikanischer Politbestsellerautor, über den Aufstieg der leisen Supermacht Europa und das Ende des amerikanischen Traums.

Jeremy Rifkin ist einer der originellsten und einflussreichsten Politautoren der Welt. Mit Büchern wie "Das Ende der Arbeit" oder "Access" löste er globale Debatten aus. Rifkin steht der Foundation on Economic Trends in Washington vor. Sein neues Buch, in dem er die Geburt des "europäischen Traums" und die Entstehung einer "leisen Supermacht" feiert, präsentierte er diese Woche auf Einladung des Karl-Renner-Instituts in Wien.

Falter: Sie verkünden das Ende des "amerikanischen Traums" und prophezeien, dass Europa die Zukunft gehört. Nicht gerade viele Amerikaner und Europäer werden von dieser Vorhersage umstandslos überzeugt sein.

Jeremy Rifkin: Wenn man die Europäer nach dem "amerikanischen Traum" befragt, können sie darauf umgehend etwas antworten. Fragt man sie nach dem "europäischen Traum", erntet man hingegen nichts als Schweigen.

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