POLITISCHES BUCH

I have a dream ...

Politik | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

Der "Europäische Traum", den Jeremy Rifkin schon im Titel seines neuen Buches und dann auf mehr als 300 Seiten wortreich beschwört, ist für ihn keine Träumerei. Der Europäische Traum ist ein konkretes Imaginäres und hat daher Realitätsmacht, so wie sein älterer Vorgänger, der "Amerikanische Traum". Der hatte Generationen und Millionen Menschen dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen, einen Kontinent zu erobern, eine neue Art von Nationalstaat zu begründen, der nicht auf ethnischer Einheitlichkeit, sondern auf einem kulturellen Kanon und ein paar Werten errichtet war: der Gleichheit aller Menschen, individueller Autonomie, der fast religiösen Überzeugung, dass jeder es schaffen kann. Doch dieser Traum, so Rifkins Überzeugung, ist der Traum von gestern.

Nun ist der amerikanische Traum - oder das amerikanische Modell - eher Hemmschuh der Entwicklung geworden. Den amerikanischen Traum beerbt jetzt der europäische Traum. Europa hält den Individualismus hoch, aber nicht auf Kosten

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige