"Einmal draufhauen"

Medien | GERALD JOHN | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

FPÖ. Den Europaparlamentarier Andreas Mölzer holt in den Medien immer wieder seine Vergangenheit ein: Er wurde wegen der Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts zwar bestraft, aber nicht verurteilt. 

Ein Prozess, zwei Versionen. Von einem generösen Akt der Nachsicht erzählt Andreas Mölzer. Der freiheitliche Europaparlamentarier hatte Charles Ritterband, den Wiener Korrespondenten der renommierten Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), wegen übler Nachrede geklagt. Doch den entscheidenden Termin vor Gericht ließ Mölzer sausen. "Ich will kein Todesurteil für einen Journalisten", sagt der Herausgeber der rechtslastigen Wochenzeitung Zur Zeit. "Schließlich bin ich selber auch einer."

An einen simplen Lapsus der Gegner glaubt hingegen Ritterbands Rechtsvertreter Alfred Noll. "Mölzer und sein Anwalt haben den Prozess versäumt", meint er. Damit ist das Verfahren automatisch zu Ende - zum Vorteil des Angeklagten. "Die Kosten bekommt die Gegenseite aufgebrummt", sagt Noll.

Es geht um


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