Presseschau

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

Einen "Wirtshauskulturliteraturwettbewerb" hat die niederösterreichische Wirtshaus-Zeitung ausgeschrieben. Und auch in der zweiten Runde "ebbte der reiche Strom an köstlichen Geschichten nicht ab". Den Quartalssieg räumte ein Herr aus Gablitz ab mit seiner Fiktion von der Herkunft der Frittatensuppe: Fürst Metternich bestellt bei seinem Kutscher Essen. Der kann nur Suppe kochen und lässt sich vom Diener des Gesandten von Frittata mit Palatschinken aushelfen. Leseprobe: "Als diplomatisch geprägte Persönlichkeit wollte er den Beitrag des Österreichers an der gemeinsamen Mahlzeitzubereitung nicht schmälern, schnitt den ausgekühlten Teig in Streifen und warf diese in die Suppe des Österreichers." Damit schlug er eine Dame aus Langenzersdorf: "Ich riech - oh Schreck -, was angebrannt. Schnell bin ich in die Küch gerannt, und hab vom Frittatenrand das Rußgeschwärzte rasch verbannt." Eine großartige Zeitung, die leider nicht oft herauskommt. Denn die Redaktion fragt sich in der aktuellen Ausgabe: "War es der Frühling, der die lyrische Saite unserer Frittatenliteraten zum Klingen gebracht hat?"


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