Berlin - Rom - Wien

ERICH KLEIN | Kultur | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

LITERATUR. Der deutsche Autor Jan Koneffke hat lange in Rom gelebt und wird jetzt Mitherausgeber der Wiener Zeitschrift "Wespennest". Mit dem "Falter" sprach er über seinen neuen Job und seinen neuen Roman "Liebe am Tiber".

Jan Koneffke ist zumindest in Österreich kein bekannter Name. Dabei zählt der 43-Jährige zu den interessantesten deutschen Autoren seiner Generation. Nach dem Germanistikstudium bruchlos ins Autorenfach gewechselt, folgte auf die Krimiparodie "Bergers Fall" zunächst ein achtjähriges Verstummen als Villa-Massimo-Stipendiat in Rom. Für Bücher wie die Prosaminiaturen "Gulliver in Bulgarien", die Gruselgeschichte "Nick mit den stechenden Augen", zwei Gedichtbände und zwei Romane erhielt Koneffke renommierte Auszeichnungen wie den Leonce-und-Lena-Preis oder den Hölderlinpreis. Der Kritiker Jörg Drews bezeichnete den Autor in einer hymnischen Besprechung von "Paul Schatz im Uhrenkasten", der Geschichte eines Berliner Juden aus dem Scheunenviertel, überschwänglich

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