NÜCHTERN BETRACHTET

Manche muss ich vor mir warnen

Kultur | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

Jetzt ist die beste Zeit für alles, so auch fürs Laufen. Also tu ich das halt. Keine Angst, ich will niemand einreden, dass das unpackbar "geil" wäre (ist es nicht), ich will niemand davon überzeugen, er oder sie solle auch zu laufen beginnen: Softball oder Taschenbillard gehen auch in Ordnung, und wer es mit Churchill hält, hat ebenfalls meinen Segen, bei mir kann jeder tun, was er will. Ich möchte allerdings aus mehrfach gegebenem Anlass darauf hinweisen, dass man mit mir trotzdem nicht alles machen kann, schon gar nicht, wenn ich erst mal am Laufen bin. Viele wissen das vermutlich nicht, weswegen es hier einmal schriftlich niedergelegt sei: Das Unangenehmste, was einem Läufer passieren kann - sieht man von Meteoritenhagel, Blitzschlag ins Schuhband und dem imperativen Drang, sich der eigenen Körpersäfte zu entledigen, ab -, ist unfreiwilliges Anhalten. So was bringt einen komplett aus dem Flow. Hat man keinen Flow, ist es umso schlimmer, denn dann wird er sich erst recht nicht


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