Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 39/04 vom 22.09.2004

sex

Die Liebesnacht (2) Die Liebesnacht ist ein unvorhersehbares Ereignis. Das ist wichtig! Wenn man sich zum Beispiel mit einer Frau zum Essen verabredet, weil man sich halbwegs realistische Chancen auf zügellosen Sex zum Dessert ausrechnet, gilt es schon nicht mehr als Liebesnacht, wie ich sie meine. Man darf die Frau, der man in dieser Nacht begegnet, entweder gar nicht oder nur flüchtig kennen. Es muss unerwartet passieren, und es sollte möglichst keine Zukunftsperspektive geben (idealerweise heiratet einer der Beteiligten am nächsten Tag). Das sind so die Nächte, die man nie vergisst. W. K.

FussBall

Richtiger Schwachsinn Vorige Woche gab der uruguayische Nationaltrainer Jorge Fossati einer uruguayischen Zeitung ein Interview. "Ich glaube, dass ein homosexueller Spieler nicht in einem Profikader stehen sollte", meinte Fossati. "Es gibt bestimmte Normen, die geschützt werden müssen." Dass solch homophober Schwachsinn um die Welt geht, beweist nur, wie tabu das Thema schwule Fußballer noch immer ist. In Österreich bezeichnete GAK-Kapitän Anton Ehmann unlängst einen Gegenspieler als "richtigen Warmen". Das erste Fußballer-Outing? Nein, leider auch bloß homophober Schwachsinn. W. K.

mädchenzimmer

Joaquin rennt Der Möbelpacker oder Lieferant ist eher nicht der Typ Mann, der mich anspricht. Stiernackig, leicht bierbäuchig und mit dicken Oberarmmuckis, na ja. Wie blöd habe ich da geschaut, als jüngst zwei Jungs vom Elektrodiskonter mit zwei Geräten bei mir antanzten: Gut gelaunt rannten die Twentysomethings die Treppen bis in den dritten Stock hoch, sie waren nett gebaut, mit niedlichen Bubengesichtern, Latzhosen ohne T-Shirt, geschmackvollen Tätowierungen, guten Manieren. Und der eine sah aus wie Joaquin Phoenix! Ich brauche dringend einen neuen Wäschetrockner. J. O.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige