Operettenfiguren


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Über das Problem, wie man in einer Republik ein Mitglied des ehemaligen Herrscherhauses anredet. 

Kleingläubige wie ich, die an Wien habituell das Fehlen einer Öffentlichkeit beklagen, werden von den laufenden Ereignissen scheinbar widerlegt. Hoch gehen die Wellen der Debatten. Freilich schäumen sie an Themen wie dem Austrokoffer auf oder der Seligsprechung des letzten Habsburgerkaisers Karl und daran, ob ein Repräsentant der Republik Österreich dessen Sohn Otto Habsburg korrekterweise als "kaiserliche Hoheit" ansprechen dürfe. Wilfried Seipel, Direktor des Kunsthistorischen Museums in Wien, hatte Otto bei einer Präsentation der Biografie Karls mit den Worten willkommen geheißen: "Hier im Kunsthistorischen Museum, jenem Schatzhaus der einstigen kaiserlichen Sammlungen, stehe ich nicht an, das Oberhaupt der Familie Habsburg als seine Kaiserliche Hoheit begrüßen zu dürfen."

Darf er das? Natürlich nicht. Nicht nur der österreichischen Verfassung und

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige