DAS VORZEIGE-FLÜCHTLINGSDORF

Die mit der Fremdenpolizei singen

Politik | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

Der Chor der Fremdenpolizisten kommt als "singende Behörde" ins Haus und stimmt Weihnachtslieder an. Die Gendarmen teilen die Geschenke aus, der Bürgermeister hält eine kleine Ansprache und die Asylwerber haben Kekse gebacken. So geht's zu, wenn im Asylwerberheim im burgenländischen Neudörfl nahe Wiener Neustadt Weihnachten gefeiert wird. Seit 1989 gibt es das Caritas-Heim in der 4100-Einwohner-Gemeinde, rund sechzig Flüchtlinge aus verschiedenen Nationen sind dort untergebracht. Seit der Bosnienkrise leben permanent Flüchtlinge in dem ehemaligen Esterházy-Schlösschen in Neudörfl. "In den nächsten Monaten erwarten wir gleich vier neue Babys", sagt Heimleiter Ante Glamuzina. Um Babysachen brauchen sich die Flüchtlingsbetreuer aber nicht zu kümmern: "Wenn ich durchs Dorf gehe, werde ich dauernd von Frauen angesprochen, ob wir nicht Kleidung für die werdenden Mütter und ihre Babys brauchen", erzählt eine Betreuerin. Fast täglich schauen Neudörfler im Heim vorbei und schenken


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